Jagdverband Senftenberg
Die Hegegemeinschaften Heideland, Calau, Bergbau und Altdöbern bewirtschaften die Schalenwildarten: Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild. In der Hegegemeinschaft Spreewald wird Rot-, Schwarz- und Rehwild bewirtschaftet. Die Wildbewirtschaftung erfolgt in den Hegegemeinschaften nach der "Gemeisamen Richtlinie für dir Hege und Bejagung des Schalenwildes der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern" vom 24.09.2001. In allen Hegegemeinschaften wird bei den Wildarten Rot- und Damwild mit Gruppenabschussplänen gearbeitet. Leider beteiligen sich noch nicht alle Jagdgebiete am Gruppenabschuß. Die Arbeit mit Gruppenabschussplänen sowie die Zusammenfassung der Jugendklasse 0/1 und der teilweise beantragte Mindestabschuß der Altersklasse 0/1 beim Rotwild ist ebenfalls ein unverzichbares Mittel zur Verbesserung der Planerfüllung. Trotz aller Anstrengungen ist es uns noch nicht gelungen, die Zunahme der Rotwildbestände zu stoppen.

In unserem Gebiet sind 5 Jägerschaften etabliert, sie entsprechen territorial den Hegegemeinschaften.

Hegegemeinschaften bejagdbare Fläche (ha) landw. Fläche (ha) Wald (ha) Wasser (ha)

49.290 25.259 22867 1.064
HG Heideland 13.670 6.153 7.456 61
HG Calau 8.398 4.753 3.269 376
HG Bergbau 9.400 5.252 3.862 286
HG Altdöbern 9.253 3.163 6.082 8
HG Spreewald 8.569 6.038 2.198 333
mittlerer Waldanteil 46,39%

In den Hegegemeinschaften (nachfolgend HG genannt) Heideland, Calau, Bergbau und Altdöbern ist die Kiefer als Hauptbaumart vorherrschend.
In den HG´s Bergbau, Altdöbern und Calau werden wesentliche Teile der Landschaft durch eine Bergbaufolgelandschaft geprägt. Durch die Rekultivierung entstanden große zusammenhängende Kiefernbestände mit einem geringen Laubholzanteil.
In der HG Spreewald dominieren die Laubgehölze Erle, Pappel und Eiche als ausgeprägte Flußauenlandschaft.

Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Produktion erfolgte in der Mehrheit in Großbetrieben mit traditioneller Wirtschaftsform. Ökologischer Landbau wird in einigen wenigen Großbetrieben mit Erfolg praktiziert.
Eine Zunahme ist im Maisanbau als Silo- und Körnermais zu verzeichnen. Stillegungsflächen werden zunehmend mit nachwachsenden Rohstoffen wie Raps und Sonnenblumen bestellt. Dadurch erhält das Wild vom Frühsommer bis in den Spätherbst beste Äsungs- und Einstandsbedingungen auf den Feldern. Der großflächige Anbau spätreifender Kulturen erschwert die Bejagung erheblich. Nur eine gute Zusammenarbeit zwischen Jäger und Landwirten kann die Situation entschärfen. Absprachen über Aussattermine, das gezielte Anlegen von Schneisen und Bestellen dieser mit Ablenkkulturen wie Hafer oder Erbsen hat sich bewährt.